Ems Flüssigschlick

Koordinator: Christian Winter (MARUM)

Der Gewässerzustand von Ästuaren zeigt vielfach eine fortschreitende Entwicklung zu einer flutdominierten Tidedynamik und einem daraus resultierenden, flussaufwärtsgerichteten Eintrag von feinkörnigem Sediment. Eine besonders kritische Entwicklung ist in der Unterems zu beobachten. Hier führt der vermehrte Schlickeintrag zu zeitweise meterdicken Ablagerungen von Flüssigschlick, dessen klein- und großräumige Dynamik und Auswirkungen auf die Gewässergüte nicht ausreichend verstanden sind.

In diesem integrierten Projekt wird ein Messkonzept zur Dynamik des Flüssigschlicks entwickelt. Ziele sind die Erhebung maßgeblicher Daten für ein detailliertes Systemverständnis und zur Kalibrierung numerischer Modelle, und die Entwicklung und Bewertung von Methoden für ein langzeitiges Monitoring. Zunächst wird ein hydroakustisches Messverfahren und eine Analysemethode zur gleichzeitigen Erfassung der Strömungsdynamik und Lage und Stabilität der Grenzschicht Wasser/Schlick (Lutokline) eingesetzt.

Das integrierte Projekt wird in Kooperation mit der Forschungsstelle Küste (FSK) im NLWKN durchgeführt. Es gliedert sich durch seinen integrativen Ansatz sowohl an die WIMO Projekte im PB1 (Habitaterkundung) als auch an TP3.1 (Integrative Modelle) an.