PB1 Habitaterkundung

Die Arbeiten des PB1 dienen der Vertiefung des Grundverständnisses der Habitatzusammensetzungen in der Nordsee. Dabei werden Methoden zur Anwendung gebracht, die vorhandene Techniken optimieren und ggf. durch neue Ansätze ergänzt werden. Auf dieser Grundlage kann einerseits ermittelt werden, wie „verlässlich“ die aktuellen Überwachungsprogramme sind, d.h. mit welchen Unschärfen der Aussagen muss hier vor dem Hintergrund der neuen Rechtsrahmen gerechnet werden, die z.B. eine flächendeckende qualitative Bewertung voraussetzen. Andererseits kann mit den hier durchgeführten Untersuchungen ermittelt werden, wo ggf. durch geringfügige Anpassungen oder Ergänzungen von Methoden deutliche Verbesserungen der Aussagekraft des Monitoring erreicht werden können.

Ziel des Projektbereiches ist zum einen die Kartierung und Ausweisung der verschiedenen Seebodentypen und ihrer Habitate. Dies geschieht im Sublitoral mittels hydroakustischer Verfahren (TP 1.1) bzw. im Eulitoral mit Hilfe von luft- bzw. satellitengestützter Fernerkundung (TP 1.3 und TP 1.4). Zum anderen soll mit neuartigen Mess- und Auswertemethoden der Fernerkundung die Dynamik der Morphologie des Wattenmeeres hochaufgelöst beobachtet werden (TP 1.2).

Erstmalig wird in diesem PB über die Integration der verschiedenen Ansätze – der hydroakustischen Fernerkundungsverfahren sowie der luft- und weltraumgestützten Fernerkundungstechniken – ein übergangslose Erfassung des Sub- und Eulitorals in hoher Auflösung ermöglicht.