PB2 Schwebstoffdynamik

Schwebstoffe spielen eine zentrale Rolle in der Produktivität des Wattenmeeres. Zum einen bestimmen sie das Lichtklima und damit die Primärproduktion des Phytoplanktons (und bei Überflutung die des Phytobenthos und des Seegrases). Zum anderen ist der Import von Schwebstoffen und der damit verbundene Import organischer Substanz für die hohe Produktivität des Wattenmeeres verantwortlich. Ziel des Projektbereiches 2 ist es, innovative Technologien zu nutzen, um bisher nur unzulänglich quantifizierbare Zustandsgrößen zum Sediment- und Schwebstofftransport und deren ökosystemare Auswirkungen zu erfassen. Dabei werden sowohl lokale wie auch regionale Aspekte betrachtet. Für die Erfassung der lokalen Dynamik werden neuartige Messsysteme eingesetzt. Für die regionalen Vergleiche wird eine Kombination von Modellen und in situ-Beobachtungen angewandt.

Ziel des Teilprojektes 2.1 ist die Entwicklung eines neuartigen Systems zur flächenhaften Erfassung des bodennahen Drucks sowie der multispektralen Lichttransmission in der Wassersäule für den Einsatz im Gebiet des Wattenmeeres.

Teilprojekt 2.2 will die Hypothese überprüfen, ob regionale Unterschiede beim Import von lebendem und abgestorbenem Phytoplankton aus der Nordsee in das Wattenmeer hinein zu regionalen Unterschieden in der Ausprägung der Eutrophierung führen. Ziel ist es, einan biogeochemische Prozesse gekoppeltes Schwebstoffmodell für die Deutsche Bucht  sowie ein neues Proxy der Wattenmeereutrophierung, welches auf hochauflösenden automatisierten Sauerstoffmessungen beruht, zu entwickeln.