TP 1.2 Hochgenaues Monitoring der Topographie des Wattenmeeres

Ziel diese Projekts ist es, neuartige Methoden zur automatischen Ableitung eines hochgenauen Digitalen Geländemodells (DGM) und zur Klassifikation von luftgestützten Laserdaten zu entwickeln, umd damit die Topographie des Wattenmeeres und ihre Veränderungen zu beschreiben. Dazu sollen sowohl Laserscanner-Systeme verwendet werden, die nur Entfernungs- und Intensitätsdaten liefern, als auch Systeme, die Full-Waveform-Signale zur Verfügung stellen und damit verbesserte Möglichkeiten zur detaillierteren Analyse der rückgestreuten Signale bieten.

Mit Hilfe luftgestützter Vermessung durch Laserscanning lässt sich die Topographie der (trockenen) Wattflächen direkt flächenhaft und hochgenau erfassen. Aus den Daten können digitale Geländemodelle (DGM) mit Höhengenauigkeiten im Bereich von wenigen Zentimetern generiert werden. Darin lassen sich Geländestrukturen automatisch bestimmen, und deren Dynamik durch wiederholte Vermessungen verfolgen.

In dem Teilprojekt soll ein automatischer Klassifikationsansatz zur Wasser-Land-Trennung entwickelt werden. Da Laserpulse mit Wellenlängen im nahen Infrarot an Wasseroberflächen reflektieren, führt dies zu systematischen Höhenfehlern im DGM. Wasserbedeckte Bereiche müssen daher in der Laserscannerpunktwolke detektiert werden und das DGM an diesen Stellen durch andere Sensordaten, z.B. Echolotdaten, ergänzt werden.

Darüber hinaus soll in dem Teilprojekt untersucht werden, inwiefern die Topographie des Wattenmeeres Änderungen aufweist. Hierfür werden DGMs zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander verglichen und Verfahren zur automatischen Detektion signifikanter Geländestrukturen, wie z.B. Priele, entwickelt.

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