Ableitung der Ausprägung und Dynamik von für Inselwatten charakteristischen wellenförmigen morphologischen Oberflächenstrukturen

…im Eulitoral vor Norderney – Eine gemeinsame Analyse von Daten optischer Satelliten, Radarsatelliten Laserscann-Verfahren und Feldmessungen

Koordinatoren: Christian Heipke (IPI), Manfred Ehlers (IGF), Hubert Farke (NLPV)

Wind und Sturmereignisse führen zu Sedimenttransporten und beeinflussen damit die Ausprägung der Habitate. Zu den Strukturen, an denen sich signifikante Änderungen beobachten lassen, gehören ausgedehnte Felder mit wellenförmigen Erhebungen und Senken wie sie in den Inselwatten aller Ostfriesischen Inseln auftreten. Im Watt vor Norderney weisen diese Strukturen Erhebungen von ca. 10 cm in regelmäßigen Abständen von bis zu 100 Metern auf. Ihr Auftreten in allen Inselwatten und ihre so in anderen Wattbereichen nicht beobachtete charakteristische Erscheinung werfen Fragen nach ihrer
Funktion und Dynamik auf.

Das Beispiel der hier beschriebenen Oberflächenstrukturen bietet eine sehr gute Möglichkeit, das für eine Monitoringstrategie im
Eulitoral notwendige Zusammenspiel verschiedener Sensoren zu testen und zu demonstrieren und damit einen wesentlichen Beitrag für WIMO zu liefern.

Ziel dieses Projektes ist es, eine gemeinsame Auswertung von optischen Daten, Radar- und Laserscannerdaten durchzuführen und am Beispiel der bedforms im Norderneyer Inselwatt, die sich in allen Daten gut abzeichnen, exemplarisch ein alle drei Methoden  integrierendes Monitoringkonzept zu entwickeln. Hierbei soll die Bestimmung des Wanderverhaltens der bedforms, abgeleitet aus einer Zeitreihe von Fernerkundungsdaten, im Vordergrund stehen.
Die Zeitreihe soll durch RTK-Messungen verdichtet werden. Darüber hinaus lassen sich Aussagen zu der Sedimentzusammensetzung (optische Daten), Rauigkeit (Radardaten) und
geometrischen Ausprägung der Strukturen (Laserscannerdaten) ableiten.