TP 3.3 Ölsensitivität & Eutrophierung

Zwei praxisrelevante Demonstrationsprojekte befassen sich mit „Eutrophierung“ in der Nordsee (vor dem Hintergrund der Wasser- und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie) bzw. mit der Thematik der „Ölsensitivität“. Ziel ist es herauszuarbeiten, wie man durch eine Synthese von Langzeitbeobachtungen, modellgestützten Rekonstruktionen vergangener Bedingungen und Prozesshypothesen zu nachvollziehbaren Bewertungen gelangt. Daten und Ergebnisse aus anderen Teilprojekten sollen zu einer geeigneten Beschreibung des Zustands und der Qualitäts­entwicklung der untersuchten Meeresgebiete zusammengeführt werden.

Wesentliche Aspekte bzgl. Eutrophierung sind:

  • Aggregation von Informationen aus verschiedenen Quellen,
  • Verknüpfung von Beobachtungs- und Modellergebnissen,
  • Interpretation von Messungen und detaillierten Prozessstudien vor dem Hintergrund einer aus multi-dekadischen Simulationen erzeugten Transport-‚Klimatologie’,
  • Dokumentation und transparente Darstellung von Unsicherheiten im gewonnenen Gesamtbild durch den Einsatz probabilistischer Methoden
  • Aufbereitung der gewonnenen Analysen für ihre Integration in das im eigenen TP zu entwickelnde WebGIS.

Bzgl. der Ölproblematik werden die langfristigen detaillierten Rekonstruktionen von Umweltbedingungen als mathematisches Labor für das Studium der Konsequenzen hypothetischer Ölunfälle verwendet. Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei die Bewertung eines möglichen Einsatzes chemischer Dispergatoren zur Ölbekämpfung dar. Folgende Aspekte stehen im Fokus:

  • Detaillierte Analyse des Driftverhaltens mit bzw. ohne den Einsatz von Dispergatoren
  • Charakterisierung von Gebieten bzgl. der Vor- bzw. Nachteile eines Einsatzes von Dispergatoren in diesen Regionen
  • Beschreibung des Eintretens gewisser Gefahrenlagen im Sinne von Wahrscheinlichkeiten (Risikobewertungen)