Demonstrationsprojekte

Drei Demonstrationsprojekte im Rahmen von WIMO wurden konzipiert, um verschiedene Aspekte des Brückenschlags zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung zu demonstrieren. Dabei sind die Schwerpunkte der drei Projekte verschieden gelagert.

Das erste Demonstrationsprojekt Eutrophierung illustriert in besonderer Weise die Notwendigkeit des Zusammenführens von Modell- und Beobachtungsdaten. Modelle spielen dabei eine Rolle sowohl auf der langen Zeitskala (TP 3.3: Welche Transportmuster bestimmen die großräumigen Transporte von Nährstoffen? Wie variabel sind die Verhältnisse in Raum und Zeit?) als auch als Mittel zur Identifikation von Prozessen (TP 2.1TP 3.1: Welche Prozesse bestimmen den Austausch von Schwebstoffen zwischen Wattenmeer und offener See?).

Das zweite Demonstrationsprojekt Ölsensitivität illustriert demgegenüber besonders den Aspekt der Vermittlung komplexer Simulationsergebnisse bis hin zum potentiellen Entscheider. Insbesondere die Spezifikation von Risiken erfordert eine geeignete Aggregation von Modellergebnissen sowie eine Darstellung von Unsicherheiten, wie sie sich aus mangelndem Systemverständnis wie auch fehlender Determiniertheit der Vorgänge ergeben. Dies mündet in eine probabilistische Zusammenfassung der Ergebnisse extrem umfangreicher Simulationsergebnisse (TP 3.3) im Rahmen einer GIS-basierten Darstellung (TP 3.4). Diese Darstellung ist gleichzeitig eine geeignete Plattform für das Einbeziehen der relevanten Habitatkartierung des Meeresbodens (TP 1.1).

Das dritte Demonstrationsprojekt Biodiversität demonstriert schließlich das Zusammenspiel einer Kartierung physikalischer Parameter (TP 1.1-1.4) mit biologischem Monitoring, wobei die praktischen Probleme der Unbestimmtheit in beiden Datenkategorien sehr unterschiedlich gelagert sind. Daneben spielt aber auch die geeignete Einbindung der Aussagen integrativer Modellierung (TP 3.1) eine bedeutende Rolle.